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Frühstarter sind die Orsoyer Kicker nicht

sv orsoyFußball-Kreisliga A: Einmal mehr kam die Mannschaft von Trainer Frank Pomrehn nicht gut aus den Startlöchern. Unterdessen aber belegt das Team den dritten Tabellenplatz. Der Coach gibt dennoch kein klares Ziel heraus.

Dass der SV Orsoy nicht unbedingt ein Frühstarter ist, wird allen Beobachtern der Kreisliga A noch aus der vergangenen Spielzeit in bester Erinnerung sein. Die Mannschaft legte damals einen verkorksten Saisonauftakt hin, ehe die Grün-Weißen dann einen imponierenden zweiten Abschnitt folgen ließen, der sie noch auf den dritten Rang klettern ließ. "Das hat in diesem Jahr vielleicht einen zu hohen Druck aufgebaut", erinnert sich Trainer Frank Pomrehn an die ersten Wochen der aktuellen Spielzeit, in denen das Wort "Aufstieg" seine Runde am Gildenkamp machte. Wirklich besser als zwölf Monate zuvor nämlich lief es wieder nicht. Nach dem sechsten Spieltag rangierte das Orsoyer Team, soeben schon zum vierten Mal bezwungen, lediglich auf dem zwölften Tabellenplatz und weit hinter den Erwartungen.

"Es mag daran gelegen haben, dass wir nicht immer die Bestformation aufbieten konnten", denkt der Trainer an die damaligen Ausfälle von Leistungsträgern wie Dominik Hahn und Ulas Özpolat. Was Pomrehn aber in erster Linie von den Anfangswochen in Erinnerung geblieben ist, hört sich entscheidender an. "Wir sind nicht als Einheit aufgetreten", erklärt er. Nach außen hin wurden die unruhigen Wochen in Mannschaft und Verein durch die Entscheidung der drei routinierten Stammspieler Sascha Claus, Stephan Barth und dem damaligen Mannschaftskapitän, Torhüter Adrian Fertykowski, dokumentiert, die fortan nur noch in der zweiten Mannschaft auflaufen mochten. "Aber es waren nicht nur die drei Spieler. Es betraf auch Trainer und Vorstand des Vereins", fügt Pomrehn jetzt noch hinzu. Mit Igor Draganov, ehemaliger Aufstiegstrainer und zuletzt Sportlicher Leiter der Clubfußballer zog sich auch ein Mitglied aus der Führungsetage zurück. Vereinsboss Klaus Eidt bedauert heute noch den Schritt seines langjährigen Mitstreiters. "Um Igor hat es mir damals am meisten leidgetan", sagt er.

Auf dem Rasen gab die Mannschaft ihre Antwort. Es folgten zwölf Partien, in denen das Team ungeschlagen blieb und dabei neun Mal den Platz als Sieger verließ. Mit dem 2:0 gegen den VfL Rheinhausen im letzten Spiel des Jahres kletterte der SVO einmal mehr auf den dritten Rang - vier Zähler hinter den beiden führenden Mannschaften aus Sonsbeck und Meerbeck. Da erscheint alles möglich zu sein um die Spielzeit doch noch fürstlich abzuschließen. "Die Aussichen sind nicht schlecht, aber wir werden jetzt kein Ziel ausgeben", haben Trainer und Mannschaft aus den ersten Wochen der Saison offenbar gelernt. "Immerhin gibt es fünf, sechs Mannschaften, die ebenfalls das Zeug haben um oben zu landen", sagt Pomrehn. Seine Maxime: "Wir wollen als Mannschaft funktionieren und auftreten und dabei neben dem Erfolg auch weiterhin sonntags und beim Training den Spaß an unserem Hobby genießen."

Mit dem früheren Rheinberger Geoffrey Preuß, im vergangenen Saison-Halbjahr am Xantener Fürstenberg aktiv, möchte sich ein vielseitiger Akteur dem Orsoyer Team anschließen. "Die Gespräche mit dem TuS Xanten sind noch nicht abgeschlossen", erklärt Pomrehn, der aber von einer zeitigen Einigung beider Seiten ausgeht. "Geoffrey kann in der Viererkette spielen, uns aber auch auf der Außenbahn und in der Offensive helfen", schätzt Pomrehn die Fähigkeiten des 28-Jährigen. Lars Dickmann und David Starzynski, beide nach Verletzungen in den bisherigen Saisonspielen nur sporadisch auf dem Platz zu sehen, werden in die Mannschaft zurückkehren. "Ich sehe die Tendenz in der zweiten Hälfte steigend", sagt Pomrehn. Die Konkurrenz hat es befürchtet - es kommt einem ja bekannt vor.