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Adventsmarkt Orsoy – ein Geheimtipp für gestresste Städter

Adventmarkt in OrsoyDer Markt an und in der idyllischen Orsoyer zog ganze Karawanen von Besuchern von der Fähre bei strahlendem Sonnenschein ins Festungsstädtchen hinein.

Längst ist auch linksrheinisch der traditionelle Adventsmarkt an und in der idyllischen Orsoyer evangelischen Kirche ein kleiner Geheimtipp für stressgeplagte Großstädter. Ganz Karawanen zogen von der Fähre bei strahlendem Sonnenschein ins Festungsstädtchen. Als vor fast zehn Jahren die Orsoyer Werbegemeinschaft das „Aus“ für den jährlichen Adventsmarkt erklärten, probten Orsoyer Frauen um den evangelischen Pfarrer Uwe Klein den Aufstand. Binnen weniger Tage stampften sie einen vorweihnachtlichen Markt aus dem Nichts, dazu bodenständig unter Verzicht auf di Currywurstbuden, Massenglühweinbuden und professionellen Verkaufsständen.

Helga Tempel, die mit Hilfe von Pfarrer und ihrem Ehemann Wolfgang, um sie herum ein kleines Team, die Ehepaar Schöngen, Kriener und van der Burg, seither jährlich einen etwas besonderen Markt gestaltet, muss erst überlegen. „Das ist schon mindestens acht Jahre her.“ Mit 14 Ausstellern startet sie einst. „Heute sind 37 Aussteller da.“

Es wird kaum eine andere Kirche am Niederrhein geben, die zugleich den Gottesdiensten und dem profanen Geschäft dient. Da stehen die Buden vor und neben der Kirche. Drinnen sind es einzelne Stände mit kunstvollen Karten, ausgefeiltem Schmuck, Gestricktem und Gehäkelten oder selbst gebastelten Krippen. Die große, um die es eigentlich in zwei Wochen gehen wird, steht ein paar Meter weiter im mit Tannen und Lichtern geschmücktem Chorraum. Alles in allem bringt das in der frisch renovierten und hell gestrichenen Kirche die besondere Note.

Kirsten Pops, eine Ausstellerin der ersten Stunde, stand diesmal mit ihrem filigranen kunstvollen Schmuck, alles selbst hergestellt, auf der Panzerglasscheibe, die das Grab des Unbekannten, manche nennen ihn Örsi, deckt. Nicht zu dicht, geschickt verteilt, standen die anderen Stände.

Draußen trompetete einer einsam weihnachtliche Lieder, bevor die Chöre ihre Auftritte hatten. Um 12 Uhr kam natürlich der Nikolaus, die Kleinen warteten schon. Die Kinder beider Kindergärten schmücken derweil zwei große Tannenbäume. Kulinarisch ging es von Honig über Bratwurst bis zur frisch geräucherten Forelle. So war der Adventsmarkt auch ein Festival der Düfte. Und schräg gegenüber gab’s für zehn Euro einen vorgezogenen Festtagshaarschnitt mit Fisternölleken, Plätzchen und Glühwein.