Ferienwohnung Orsoyerberg

ZUE Rheinberg – im Dezember soll der Betrieb weitergehen

In der ZUE in Orsoy soll der Betrieb im Dezember weitergehen, znächst im ehemaligen Schwesternwohnheim. Der Umbau des Schwesternwohnheims soll dann abgeschlossen sein – wenn „es gut läuft“, wie Bürgermeister Frank Tatzel in Sozialausschuss mitteilte.

Auf den erneuten Bezug des Klinikgebäudes in Orsoy, das seit kurzem als zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge genutzt, aber am Donnerstag wegen Brandschutzmängeln geschlossen wurde, muss wohl noch ein bisschen länger gewartet werden. Aber wenn „es gut läuft“, wie Bürgermeister Frank Tatzel am Dienstagabend im Ausschuss für Soziales, Familie und Senioren mitteilte, könnte das Schwesternwohnheim, das auch in Sachen Brandschutz derzeit auf Vordermann gebracht wird, noch „vor Weihnachten“ belegt werden.

Gestern fand es statt, das mit einiger Spannung von verschiedenen Seiten erwartete Gespräch über die von jetzt auf gleich ausgesprochene Stilllegung des früheren Marienhospitals. 159 Flüchtlinge mussten woanders untergebracht werden. Teilnehmer waren von der Verwaltung Sonja Helmich, die Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bauordnung und Umwelt als Moderatorin, wie Tatzel es nannte (er selbst war beim Gespräch nicht dabei), sowie Vertreter „der Kreisfeuerwehr, unserer Feuerwehr, des Investors und der Bezirksregierung Arnsberg. Dabei bestand Einigkeit, dass die ZUE so schnell wie möglich wieder in Betrieb gehen sollte“.

Keine Einigkeit dagegen dürfte darüber bestanden haben, wie es zur Räumung kommen konnte. Vertreter des Eigentümers hatten sich schon am Freitag im Gespräch mit der NRZ darüber gewundert, dass der Brandschutz für einen Klinikbetrieb ausreichend war, aber nicht für den als Flüchtlingsheim. Und hinter vorgehaltener Hand fragte ein Mitarbeiter einer Bezirksregierung, ob denn die Räumung der ZUE nötig gewesen sei, ob man nicht zum Beispiel mit Brandwachen, die die Flüchtlinge im Fall des Falles hätten alarmieren und zum Verlassen des Gebäudes auffordern können, der Sicherheit hätte Genüge tun können.

Tatzel ließ keinen Zweifel daran, dass er diesen Ansichten nicht folgte, sondern er stellte sich demonstrativ vor seinen 1. Beigeordneten. „Die Entscheidung von Herrn Paus war richtig. Man kann vieles tolerieren, aber nicht beim Brandschutz!“

Im Ausschuss war man dennoch verwundert. Hans-Wilhelm Jenk (CDU) verwies darauf, dass auch städtische Gebäude wie zum Beispiel das Alte Rathaus ohne ausreichenden Brandschutz genutzt werden. „Man muss sich grundsätzlich überlegen, ob man da nicht zu weit geht.“ Auch der Ausschussvorsitzende Peter Tullius (SPD) sprach von „Ersatzmaßnahmen – jemand der da steht und ein Horn hat“ zum Alarmieren.