Ferienwohnung Orsoyerberg

Listen für die Flüchtlingshelfer in Orsoy und Rheinberg

Am Montagabend gab es ein Treffen der Menschen, die unterstützen wollen.

„Wir Christen müssen raus aus der Kuschelecke des Nichthandelns.“ Pfarrer Uwe Klein nimmt die Menschen in die Pflicht, nicht „nur die Christen, auch die Humanisten“. Und deswegen war er sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Einladung zum Treffen, um die ehrenamtliche Unterstützung für Flüchtlinge zu koordinieren. Über 50 Menschen waren am Montagabend dem Aufruf des Orsoyer Pfarrers gemeinsam mit Anke Kretz (Caritas) und Werner Koschinski (Pastoralreferent St. Peter) gefolgt.

Und alle wollen mitmachen. Klein freut sich: „Beim Ausfüllen der Helferlisten hat sich keiner gedrückt.“ Gesucht wurden Mitstreiter für Deutschkurse, auch für die Kleiderstube des Marienhospitals. Sie sollen „annehmen, sortieren, aussortieren“, so Klein. Weitere Unterstützung ist für die Spiel- und die Teestube, ebenfalls im Hospital, gefragt. Klein: „Natürlich soll auch die Teestube in Orsoy offengehalten werden.“

Auch im Internet wirbt er um Hilfe. „Was mich sehr freut, ist die Tatsache, dass es dort keine Reaktionen von Schwachmaten gibt. Wir Rheinberger und Orsoyer zeigen ein willkommensfreundliches Gesicht.“

In den nächsten Tagen werden die Helfer von den Listen einzeln angeschrieben, je nachdem, für was sie sich eingetragen haben und was gerade benötigt wird.

Eine Unterstützerliste gibt es auch für die Flüchtlinge, die außerhalb der zentralen Unterbringungseinrichtung länger in Orsoy bleiben, auch wenn „die jetzt nach Rheinberg umgesiedelt sind – die Unterbringung in den Container ist zum Glück beendet, für die Menschen wurde eine bessere Situation geschaffen“.

Klein glaubt, dass sich durch die neue Nutzung des Hospitals die Situation in Rheinberg insgesamt entspannt. „Jetzt wird es ein bisschen Ruhe im Karton geben, weil die Stadt keine neuen Flüchtlinge mehr zum dauerhaften Verbleib zugewiesen bekommt. Dann kann man für ordentliche Verhältnisse sorgen.“