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Belästigung in Orsoy war Thema im Innenausschuss

Der Innenausschuss debattierte gestern im Düsseldorfer Landtag über eine mutmaßliche Beslästigung in Orsoy.
Im Landtag soll geklärt werden ob die Polizei dem Mädchen von einer Strafanzeige abgeraten hatte. Vor Ort soll laut Zeugen „hochemotionale Stimmung“ geherrschat haben.

Auf Antrag der CDU-Fraktion war die mutmaßliche Belästigung einer 15-Jährigen durch einen Asylbewerber in Orsoy gestern Thema bei der Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag. Dabei ging es auch um die Frage, ob die Polizei dem Mädchen von einer Strafanzeige abgeraten hatte.

Am 28. Oktober gegen 20.45 Uhr war es wie berichtet unweit der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) zu dem Vorfall gekommen. Beschuldigter ist ein 50-jähriger Algerier, der in der ZUE untergebracht ist. Die näheren Einzelheiten sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Nachdem Passanten aufgrund von Rufen des Mädchens auf das Geschehen·aufmerksam geworden waren und den Mann ansprachen, entfernte sich dieser in Richtung der ZUE. Hier wurde er von Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Vor Ort herrschte eine hochemotionale Stimmung. Dies erschwert die Ermittlungen der Beamten nachhaltig. Ein Zeuge gab sich als Jurist und freier Reporter aus, unterbrach die Beamten immer wieder mit der Forderung einer sofortigen Fertigung einer Anzeige wegen Belästigung. Zudem drohte er damit, den Sachverhalt unmittelbar an die örtlichen Printmedien weiterzugeben. Die Beamten befragten ihn zum Sachverhalt und erklärten, dass erst alle Beteiligten angehört werden müssen. Die Geschädigte und die Zeugen wurden vor Ort von den Beamten befragt. Danach wurde eine Strafanzeige wegen Nötigung gefertigt. Der Beschuldigte wurde inzwischen in eine andere Unterbringungseinrichtung verlegt. Asylrechtlich hat er den Status des Asylantragstellers. Der Antrag wurde beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Eine Entscheidung steht noch aus. Bei der Staatsanwaltschaft in Kleve wird gegen den 50-Jährigen wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt.

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