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Jetzt können sich alle trauen

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in der Evangelischen Kirche im Rheinland künftig trauen lassen. Die gleichgeschlechtliche Ehe wird auch ins Kirchenbuch eingetragen. An der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat unter anderem auch Pfarrerin Ulrike Dahlhaus von der Evangelischen Kirchengemeinde Xanten-Mörmter teilgenommen. Kollege Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck hat die Entscheidung der Synode als sehr positives Zeichen empfunden. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, wir sind einfach in der Realität angekommen“, sagt Willnauer-Rosseck. „Ich finde es angemessen an die heutige Zeit – bei uns können sich Paare gerne melden.“ Bis jetzt gab es noch keine Anfrage an die Gemeinde, aber so Willnauer-Rosseck: „wie stehen dem sehr positiv gegenüber.“

Bisher waren schon seit dem Jahr 2000 Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare möglich. Da nun aber das Recht auf eine eingetragene Lebenspartnerschaft vor dem Standesamt möglich ist, hat sich die Evangelischen Kirche angepasst. „Der Weg für heterosexuelle und homosexuelle Paare ist jetzt identisch“, sagt Helmut Schwerdtfeger, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelische Kirchengemeinde Sonsbeck. „Jetzt müssen auch die gleichgeschlechtlichen Paare vorher beim Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft besiegelt haben und dann haben sie genauso wie alle anderen Paare die Möglichkeit eines Trauungsgottesdienstes.“ Falls eine Pfarrerin oder ein Pfarrer Probleme damit haben, so gibt es immer noch die Möglichkeit, dass der Superintendent für einen Ersatzpfarrer sorgt.

Pfarrer Uwe Klein von der Evangelische Kirchengemeinde Orsoy gibt zu, dass er ein ganz persönliches Problem damit hat. „Ich bin froh, dass ich noch nicht gefragt wurde, ich verstehe es selbst nicht warum“, sagt Klein. „Vielleicht bin ich doch zu konservativ – aber im Grunde begrüße ich das sehr und habe einfach nur eine innere Zerrissenheit.“ Aber es sei auch das hohe Gut der evangelischen Kirche, dass die Pfarrer in dieser Entscheidung frei seien. Uwe Klein würde bei einer Anfrage sofort einen Kollegen vermitteln.

Pfarrerin Heike Becks aus Alpen sieht in der Neuregelung nur eine Frage der Anpassung. Sie bezieht sich ebenfalls auf die schon lange bestehende Möglichkeit der Segnung homosexueller Paare. „Der Unterschied besteht jetzt nur darin, dass die Paare einen eigenen Segnungsgottesdienst bekommen“, so Becks. „Anfragen haben wir bis jetzt keine. Und wenn eine kommt, werden wir ganz individuell entscheiden.“ In den letzten beiden Jahren gab es nur etwa 23 Anfragen pro Jahr für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in Alpen. Versperren wollen sich die evangelischen Gemeinden in Rheinberg, Alpen, Sonsbeck und Xanten der Trauung homosexueller Paare also nicht.

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