Ferienwohnung Orsoyerberg

Hausleitung ist im Dialog mit Anwohnern

232 Flüchtlinge leben momentan in der ZUE Orsoy. Gestern Abend gab es im Pfarrheim Altes Zollhaus wieder ein Treffen für die Nachbarn. Es ging um Sauberkeit und das Benehmen mancher Bewohner. Bald bekommt das Haus WLAN.

Weil die Malteser das Deutsche Rote Kreuz als Verantwortliche für die Sozialbetreuung abgelöst haben, ist die Zentrale Unterbringungs-Einrichtung in Orsoy (ZUE) ins Gerede gekommen. Der Wechsel erfolgte zum 1. Februar. Das Unternehmen IPG, Vertragspartner des Landes, liegt mit dem DRK im Clinch (wir berichteten). Das alles hält den Leiter der ZUE, Andreas Stomps von der Bezirksregierung Düsseldorf, und sein Team nicht davon ab, in unregelmäßigen Abständen Info-Abende für die Anwohner des alten Hospitals anzubieten. "Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, wir möchten wissen, was wo nicht gut läuft und wo wir etwas verbessern können", sagte er. Der Einladung zur Versammlung gestern Abend im Pfarrheim Altes Zollhaus in Orsoy waren rund 30 Frauen und Männer gefolgt. Neben dem Leitungsteam der ZUE standen auch Vertreter der Malteser und der IPG Rede und Antwort.

Schnelles Internet erreicht auch Orsoy

Telekom startet Mitte März mit dem technischen Ausbau. Nor vor Weihnachten sollen die Pakete buchbar sein.

"Gute Nachrichten für Orsoy", kündigte Bürgermeister Frank Tatzel gestern Morgen an und gab das Wort weiter an seine Nachbarin zu Linken. Ursula Schauf-Paschek, Key Account Managerin der Deutschen Telekom, kündigte an, dass nach Borth/Wallach (Vorwahl-Bereich 02802) und der Innenstadt (02843) nun auch der Sektor mit der Telefon-Vorwahl 02844 - also Orsoy - digitaltechnisch flott gemacht werden soll. Vor Weihnachten sollen rund 2000 Haushalte mit bis zu 100 M/bits im weltweiten Netz unterwegs sein können. Mit dem Netzausbau beginnt die Telekom Mitte März, erläuterte Herbert Czubak von der Telekom-Technik. Dazu baut die Telekom sechs neue Mulitfunktionsgehäuse (MFG), um möglichst nah an ihre Kunden heranzurücken. In den MFG werden die Lichtsignale von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt. Denn "die letzte Meile" bis zu den Hausanschlüssen müssen die Daten weiter durch das alte Kupferkabel, die durch die sogenannte Vectoring-Technik (FTTC) ertüchtigt wird - das heißt, ihre Bandbreite wird erhöht. Jeder Meter Kupfer aber kostet Tempo. Je näher der Abnehmer also an einem der unscheinbaren grauen Kästen wohnt, desto schneller wird seine neue Internetleitung.

SPD: "Ins Rathaus Orsoy investieren"

Vorschlag: Nachträglich 140.000 Euro in den Haushalt 2016 einarbeiten. Von Uwe Plien

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt bezeichnete Heinz Engelke, Sachkundiger Bürger der CDU, das alte Rathaus in Orsoy als einen Schandfleck. An dem Gebäude müsse dringend etwas getan werden. Dieter Paus, Technischer Beigeordneter der Stadt, rechnete vor, dass es rund 140.000 Euro kostete, die wichtigsten Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass von dem denkmalgeschützten Gebäude keine Gefahr mehr durch Baumängel ausgehe. Vor einem Jahr waren vor dem (letztendlich aus anderen Gründen abgesagten) Jubiläums-Karnevalszug) die Fensterläden abmontiert worden. Man wollte vermeiden, dass sie bei einem Sturm herunterstürzen. Bis heute sind sie noch nicht wieder angebracht worden. Inzwischen hat die CDU einen Antrag zum alten Rathaus eingereicht.

Orsoy fürchtet eine Krähenplage

Am Rheindeich sind sechs Pappeln gefällt worden. Nun wächst die Sorge, dass die Krähen in den Ort umziehen.

Es gibt Tage, da will die Säge sägen. Besonders zu Beginn des Jahres. Da fallen Bäume. Denn die Brutzeit naht. Dann geht da nichts mehr. Auch am Deich in Orsoy ist in dieser Woche die Axt angelegt worden. Sechs Pappeln sind hier gefallen. Am Mittwoch vier, gestern noch einmal zwei. Das nahm der Ausschuss für Umwelt, der sich in seiner Sitzung intensiv mit Bäumen in der waldarmen Stadt Rheinberg befasst hat, einigermaßen ungerührt zur Kenntnis. Eher beiläufig aber schreckte ein Szenario, von dem das benachbarte Polderdorf Büderich ein garstig Lied singen kann: Krähen, die mitten im historischen Städtchen unablässig für reichlich Dreck sorgen.

Tulpensonntagszug als Höhepunkt im Orsoyer Karneval

Der leider im vergangenen Jahr ausgefallene Jubiläumsumzug wird in diesem Jahr nachgeholt. Darauf freuen sich die Karnevalsfreunde sehr. Dafür wird am Sonntag ab 12.00 Uhr ein absolutes Halteverbot entlang des Zugweges eingerichtet. Bereits ab 13.00 Uhr ist für Musik und Stimmung auf dem Marktplatz gesorgt. Um 14.11 Uhr startet dann der närrische Lindwurm und zieht aus der Müschensteg kommend über die Kiesendahlstraße, Seilerbahn, Egerstraße, Fährstraße, An der Schanz, Zissenstraße, Binsheimer Straße, Rosenstraße, Turmstraße, Kuhstraße, Egerstraße. Auflösung ist dann am Hafendamm. Neben den bunten Fuß- und Musikgruppen gehören etliche Motivwagen zum Umzug. Anschließend findet der große Karnevalsschwof im Festzelt statt.

Igor Draganov mischt wieder beim SV Orsoy mit

Fußball: Er hat den Posten des Technischen Leiters übernommen. Mit Klaus Eidt gab's eine Aussprache. Beide ziehen wieder an einem Strang. Das A-Liga-Team soll alsbald aufsteigen.

Für den Fußball-Abteilungsleiter und Torjäger des A-Ligisten SV Orsoy, Erkan Ayna, ist es fast so wie die Heimkehr des verlorenen Sohnes. "Der Igor ist wieder zu Hause", freut er sich über einen ganz besonderen Winterpausen-Coup.

Team-Wechsel in Orsoy bleibt umstritten

Seit gestern sind in der ZUE in Orsoy die Malteser für die Sozialbetreuung der gut 400 Flüchtlinge zuständig. Entlassene DRK-Mitarbeiter protestierten gestern Morgen vorm Tor. Zumindest eine ihrer Forderungen wurde im Laufe des Tages erfüllt: Regierungspräsidentin Anne Lütkes meldete sich zu Wort.

"Mama und Papa dürfen nicht mehr arbeiten" oder "Warum gibt es keinen Betriebsübergang?" stand auf den Plakaten, die entlassene DRK-Mitarbeiter Mittwochmorgen vorm Tor der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) in Orsoy ausgerollt hatten. 35 der 55 bisher über den DRK-Landesverband Nordrhein in der Sozialbetreuung beschäftigen Frauen und Männer protestierten gegen ihre Entlassung und dagegen, dass sich die Bezirksregierung Düsseldorf als Trägerin der Einrichtung bis gestern nicht zum Streit zwischen dem von ihr beauftragten Investor IPG und dem DRK geäußert hatte.

Linke zu ZUE Orsoy: Bezirksregierung ist in der Pflicht

Anlässlich der Kündigung von rund 50 Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes in der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) für Flüchtlinge des Landes Nordrhein-Westfalen in Orsoy (wir berichteten) appelliert Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der NRW-Linken, an die Verantwortung der Bezirksregierung. "Der Umgang mit den Mitarbeitenden der ZUE ist vollkommen inakzeptabel. Die Bezirksregierung Düsseldorf muss endlich tätig werden und darf die Betroffenen nicht weiter im Regen stehenlassen. Wir erwarten, dass die Verantwortlichen nun umgehend das Gespräch mit den Noch-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern suchen und gemeinsam mit diesen an einer Lösung arbeiten", so die Politikerin.

Warum dies bis heute nicht geschehen sei, könne sie nicht nachvollziehen. Schließlich sei die Bezirksregierung Düsseldorf in der Vergangenheit bei ähnlich gelagerten Auseinandersetzungen, wie etwa bei der ZUE Duisburg-Neumühl auch eingeschritten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass die Bezirksregierung nicht nur die Verantwortung für die bisherigen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZUE, sondern auch für die dort untergebrachten 500 Flüchtlinge zu tragen habe.