Ferienwohnung Orsoyerberg

Orsoy fürchtet eine Krähenplage

Am Rheindeich sind sechs Pappeln gefällt worden. Nun wächst die Sorge, dass die Krähen in den Ort umziehen.

Es gibt Tage, da will die Säge sägen. Besonders zu Beginn des Jahres. Da fallen Bäume. Denn die Brutzeit naht. Dann geht da nichts mehr. Auch am Deich in Orsoy ist in dieser Woche die Axt angelegt worden. Sechs Pappeln sind hier gefallen. Am Mittwoch vier, gestern noch einmal zwei. Das nahm der Ausschuss für Umwelt, der sich in seiner Sitzung intensiv mit Bäumen in der waldarmen Stadt Rheinberg befasst hat, einigermaßen ungerührt zur Kenntnis. Eher beiläufig aber schreckte ein Szenario, von dem das benachbarte Polderdorf Büderich ein garstig Lied singen kann: Krähen, die mitten im historischen Städtchen unablässig für reichlich Dreck sorgen.

Tulpensonntagszug als Höhepunkt im Orsoyer Karneval

Der leider im vergangenen Jahr ausgefallene Jubiläumsumzug wird in diesem Jahr nachgeholt. Darauf freuen sich die Karnevalsfreunde sehr. Dafür wird am Sonntag ab 12.00 Uhr ein absolutes Halteverbot entlang des Zugweges eingerichtet. Bereits ab 13.00 Uhr ist für Musik und Stimmung auf dem Marktplatz gesorgt. Um 14.11 Uhr startet dann der närrische Lindwurm und zieht aus der Müschensteg kommend über die Kiesendahlstraße, Seilerbahn, Egerstraße, Fährstraße, An der Schanz, Zissenstraße, Binsheimer Straße, Rosenstraße, Turmstraße, Kuhstraße, Egerstraße. Auflösung ist dann am Hafendamm. Neben den bunten Fuß- und Musikgruppen gehören etliche Motivwagen zum Umzug. Anschließend findet der große Karnevalsschwof im Festzelt statt.

Igor Draganov mischt wieder beim SV Orsoy mit

Fußball: Er hat den Posten des Technischen Leiters übernommen. Mit Klaus Eidt gab's eine Aussprache. Beide ziehen wieder an einem Strang. Das A-Liga-Team soll alsbald aufsteigen.

Für den Fußball-Abteilungsleiter und Torjäger des A-Ligisten SV Orsoy, Erkan Ayna, ist es fast so wie die Heimkehr des verlorenen Sohnes. "Der Igor ist wieder zu Hause", freut er sich über einen ganz besonderen Winterpausen-Coup.

Team-Wechsel in Orsoy bleibt umstritten

Seit gestern sind in der ZUE in Orsoy die Malteser für die Sozialbetreuung der gut 400 Flüchtlinge zuständig. Entlassene DRK-Mitarbeiter protestierten gestern Morgen vorm Tor. Zumindest eine ihrer Forderungen wurde im Laufe des Tages erfüllt: Regierungspräsidentin Anne Lütkes meldete sich zu Wort.

"Mama und Papa dürfen nicht mehr arbeiten" oder "Warum gibt es keinen Betriebsübergang?" stand auf den Plakaten, die entlassene DRK-Mitarbeiter Mittwochmorgen vorm Tor der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) in Orsoy ausgerollt hatten. 35 der 55 bisher über den DRK-Landesverband Nordrhein in der Sozialbetreuung beschäftigen Frauen und Männer protestierten gegen ihre Entlassung und dagegen, dass sich die Bezirksregierung Düsseldorf als Trägerin der Einrichtung bis gestern nicht zum Streit zwischen dem von ihr beauftragten Investor IPG und dem DRK geäußert hatte.

Linke zu ZUE Orsoy: Bezirksregierung ist in der Pflicht

Anlässlich der Kündigung von rund 50 Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes in der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) für Flüchtlinge des Landes Nordrhein-Westfalen in Orsoy (wir berichteten) appelliert Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der NRW-Linken, an die Verantwortung der Bezirksregierung. "Der Umgang mit den Mitarbeitenden der ZUE ist vollkommen inakzeptabel. Die Bezirksregierung Düsseldorf muss endlich tätig werden und darf die Betroffenen nicht weiter im Regen stehenlassen. Wir erwarten, dass die Verantwortlichen nun umgehend das Gespräch mit den Noch-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern suchen und gemeinsam mit diesen an einer Lösung arbeiten", so die Politikerin.

Warum dies bis heute nicht geschehen sei, könne sie nicht nachvollziehen. Schließlich sei die Bezirksregierung Düsseldorf in der Vergangenheit bei ähnlich gelagerten Auseinandersetzungen, wie etwa bei der ZUE Duisburg-Neumühl auch eingeschritten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass die Bezirksregierung nicht nur die Verantwortung für die bisherigen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZUE, sondern auch für die dort untergebrachten 500 Flüchtlinge zu tragen habe.

DRK-Mitarbeiter sehen Bezirksregierung in der Pflicht

Rheinberg. Die meisten der 55 DRK-Mitarbeiter in der Orsoyer Flüchtlingseinrichtung werden Ende des Monats ihre Jobs verlieren. Wenn die Malteser-Werke zum 1. Februar die Sozialbetreuung in der Landeseinrichtung übernehmen, wird der neue Träger mit eigenem Personal die Arbeit aufnehmen (die RP berichtete). Bis dahin wollen die Rotkreuzler die 400 Bewohner "mit vollem Einsatz betreuen, denn wir zeigen Charakter und erfüllen Verträge", teilten sie jetzt mit.

Investor: Wir haben dem DRK gekündigt

Die Bezirksregierung Düsseldorf - also das Land NRW - ist Betreiberin der ZUE in Orsoy. Sie hat den Investor IPG beauftragt, der wiederum das Deutsche Rote Kreuz ins Boot geholt hat. Nun liegen die Parteien im Rechtsstreit. Die IPG als Betreiberin der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Orsoyer Krankenhaus und der Landesverband des Roten Kreuzes liegen im Clinch. Das Unternehmen wirft dem DRK vor, die Sozialbetreuung nicht gut gemacht zu haben.

28-Jähriger sticht 31-Jährigen nieder

Die Polizei war am Sonntagabend schnell zur Stelle. Der mutmaßliche Täter, ein 28-jähriger Afrikaner aus Somalia, wurde festgenommen.

In der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im ehemaligen Orsoyer Krankenhaus ist ein Bewohner bei einem Streit schwer verletzt worden. Es besteht keine Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.