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Schnelles Internet erreicht auch Orsoy

Telekom startet Mitte März mit dem technischen Ausbau. Nor vor Weihnachten sollen die Pakete buchbar sein.

"Gute Nachrichten für Orsoy", kündigte Bürgermeister Frank Tatzel gestern Morgen an und gab das Wort weiter an seine Nachbarin zu Linken. Ursula Schauf-Paschek, Key Account Managerin der Deutschen Telekom, kündigte an, dass nach Borth/Wallach (Vorwahl-Bereich 02802) und der Innenstadt (02843) nun auch der Sektor mit der Telefon-Vorwahl 02844 - also Orsoy - digitaltechnisch flott gemacht werden soll. Vor Weihnachten sollen rund 2000 Haushalte mit bis zu 100 M/bits im weltweiten Netz unterwegs sein können. Mit dem Netzausbau beginnt die Telekom Mitte März, erläuterte Herbert Czubak von der Telekom-Technik. Dazu baut die Telekom sechs neue Mulitfunktionsgehäuse (MFG), um möglichst nah an ihre Kunden heranzurücken. In den MFG werden die Lichtsignale von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt. Denn "die letzte Meile" bis zu den Hausanschlüssen müssen die Daten weiter durch das alte Kupferkabel, die durch die sogenannte Vectoring-Technik (FTTC) ertüchtigt wird - das heißt, ihre Bandbreite wird erhöht. Jeder Meter Kupfer aber kostet Tempo. Je näher der Abnehmer also an einem der unscheinbaren grauen Kästen wohnt, desto schneller wird seine neue Internetleitung.

Herzstück ist die Vermittlungsstelle an der Landrat-von-Laer-Straße. Von dort wird im Tiefbau das Hochgeschwindigkeit zulassende Glasfaserkabel zu den Kabelverzweigern und von dort weiter zu den MFGs verlegt. Insgesamt 3,7 Kilometer Glasfaserkabel kommt in Orsoy in die Erde. Dazu müssen 1,7 Kilometer neue Trasse verlegt werden, so der Telekom-Techniker.

Einen kleinen Wermutstropfen gossen die Telekom-Vertreter gestern in den Wein. Haushalte die im Radius von 500 Metern rund um die Vermittlungsstelle Landrat-von-Laer-Straße wohnen, die heute schon mit bis zu 50 M/bits im Netz surfen, profitieren zunächst noch nicht von der technischen Aufrüstung, weil der Fokus darauf liegt, die langsamen flottzumachen.

Dennoch bleiben am Ende weiße Flecken auf der digitalen Stadtkarte, wie Wirtschaftsförderer Thomas Bajorat einräumte. Vornehmlich im ländlichen Außenbereich, weil sich die Erschließung wegen der niedrigen Anschlussdichte betriebswirtschaftlich kaum darstellen lasse. "Wir müssen schauen, was da beispielsweise über Förderprogramme oder Mobilfunktechnik geht", so Bajorat.

Den Häuslebauern in den Neubaugebieten der Stadt legt die Telekom die Glasfaser dagegen bis ins Haus (FTTH). Hier gibt's dann keine Tempodrosselung. Alle anderen müssen sich noch ein bis zwei Jahre gedulden. Dann sei die Zeit reif für die Nachrüstung mit "Supervectoring", so Czubak mit Geschwindigkeiten bis zu 250 M/bits. Dennoch, das räumte Ursula Schauf-Paschek ein, liege die Zukunft mit zunehmender Digitalisierung mittel- bis langfristig bei Glasfaser bis ins Haus (FTTH), wie sie die Deutsche Glasfaser in Alpen und Sonsbeck weitgehend flächendeckend anbietet.

Mit der Vermarktung ihres schnellen Internets in den bereits ausgebauten Teilen Rheinbergs ist die Telekom "sehr zufrieden", so Ingenieurin Schauf-Paschke: "Wir sind vielfach schon an dem Punkt, dass wir technisch nachbessern."
Quelle: RP

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